Schenk mir ein kleines Bild von dir

„… dann schenk ich dir eins von mir.“

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Zurück im Heimatland. Unsere Hofkirche begrüßt uns mit abendländischen Weisen wie obigem oder „it’s a beautiful Sunday“ zum jährlichen Frühschoppen. Stimmt irgendwie!

Und so schließen wir ab – wie immer – mit ein paar Eckdaten und unserem aufgezeichneten Track.

Alles in allem 950 km und 13.500 hm. Beeindruckend – gebt es zu!

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„Eieieiei die Goaß is weg.“ Suntastic!

Ziel leider nicht erreicht

Unser Ziel haben wir nicht erreicht – nämlich die 1.000 km Marke. (Das lag natürlich nur daran, daß unsere Räder zu spät am Start ankamen B-)

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Podgorica erreichten wir natürlich souverän.

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Déjà-vu: das Wiedersehen des Skutari Sees in Rijeka (nein, nicht das, das ihr meint, sondern Rijeka Crnojevića).

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Nachtrag zu Cetinje:

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dort gibt es natürlich nicht nur die verfallene russische Botschaft.

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Ganz im Gegenteil: Cetinje ist quasi die Kultur Hauptstadt von Montenegro.

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Unser nächstes Reiseziel? Vorschläge?
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Die Krönung

Die Königsetappe über den Nationalpark Lovćen.
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Vom k. u. k. Hafen Kotor in die ehemalige königliche Hauptstadt Cetinje.
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Aber nicht deshalb unsere Königs Etappe. Langsam schlängelt sich die Straße über 25 Kehren auf 1.000 hm.
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Jede Kehre bietet von neuem eine fantastische Aussicht auf die lang gezogene Bucht von Kotor.
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Die nächsten 500 hm werden steiler und anspruchsvoller.
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Langsam werden Blicke frei in die andere Richtung – nach Albanien, auf den Skutari See, wo wir vor 3 Wochen unsere Reise begonnen.
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Wir genießen noch einmal die Blumen übersäten Wiesen bei Vogel Gezwitscher, bevor uns – wieder auf 700 hm – die Königs Stadt Cetinje mit einer Unterkunft mit einem lauschigen Gärtchen erwartet.
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(Nein! Nicht DAS Haus. Das ist die ehemalige russische Botschaft aus der Monarchie 😉

Heuschreck lass nach

Von Igalo nach Kotor fuhren wir die malerische Bucht komplett aus.

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Zunächst 6 km an der alten Bahn Trasse – jetzt Promenade und Bade Platz.

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Danach die Küsten Straße – diesmal wirklich am Meer ohne erhebliche Höhenmeter.

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Die internationalen Heuschrecken lassen hier massiv grüßen (nein, nicht ihr, werte Kolleginnen und Kollegen! Wirkliche Anleger!)

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Insgesamt eine erholsame Strecke bis Kotor – das Städtchen ist Weltkulturerbe (und alter k. u. k. Hafen:-)

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Höllenritt und Höhentritt

Immer wieder erstaunlich, wieviele Höhen Meter anfallen können bei einer Fahrt „direkt“ an der Küste.
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Die ersten 20 km aus Dubrovnik heraus auf der „Magistrale“ waren zusätzlich verkehrsmässig die Hölle.
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Belohnt wurden wir allerdings danach durch kilometerlange (und Höhenmeter reiche:-) äußerst pittoreske Landschaft und einer relativ einsamen, kleinen Bucht mit Sand Strand und grün blauem Meer.
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Etwas ernüchtert wurden wir im neu entstehenden „Monte Carlo“ von Montenegro: im ersten Örtchen (alles neu erbaute Häuser) bekamen wir kein Zimmer, nachdem wir bekannt gaben, nur eine Nacht bleiben zu wollen.
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Dafür wurden wir im alten Kurort Igalo belohnt durch ein nettes Hotel mit freundlichen Leuten und einem Nachtmahl am Meer mit Blick auf das Gewitter in der Bucht von Kotor.

Land of submarines

Dubrovnik.

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Kennt eh jeder. Hier hatten wir eineinhalb gemütliche Tage bei guten alten Freunden. Grill mit Seeigeln und anderem Meeres Getier, Strand, Schwimmen, Sightseeing.

Für die Weiterfahrt nahmen wir ein anderes Gefährt.

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Waren die nicht früher alle gelb?

Bosner oder Bosna?

Bei uns in Salzburg heisst’s Bosna, bei uns in Linz heisst’s Bosner. Wie heisst’s bei euch? Heisse?

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Wurscht. Heute war für mich Spaghetti Tag. In Trebinje, Bosnien. Schon lange keine mehr gegessen.

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Angefangen hat alles in Nikšić, Montenegro, dort, wo das Bier gebraut wird. Mit dem Wasser aus dem See? Wurscht, schmecken tut’s gut.

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Nach der Grenze zu Bosnien ging’s bergab. Bis hierher:

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Und zu unserer Frage – siehe oben. Hier in der Gegend ist’s nicht Wurscht! Wir sind hier in Herzegowina.

Lamas und Truthühner

Zur Abwechslung mal zu Fuß: eine Umrundung des Schwarzen Sees in der Nähe von Žabljak im Nationalpark Durmitor.

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Nach einer Stärkung machen wir uns auf den Weg nach Śavnik. 3000 m höher und statt der Schafe und Hühner Lamas und Truthühner – und wir wären im Hochland von Peru!

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Eine äußerst abwechslungsreiche Gegend – nach Kilometern bunter blühender Wiesen in allen Farben

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folgen wieder ein paar tief eingeschnittene Schluchten.

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Ein Häppchen in der Wiese mit Blick ins Tal. Ein Schmetterling landet auf Michis Bein. Sitzt lange dort. Leckt das Salz? Ein Heuschreck macht es sich auf meinem Arm gemütlich, zwickt ein Haar nach dem anderen ab und verspeist sie genüsslich.

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In Śavnik genießen wir bei einem Glas Wein in unserer Hütte des Etno Selo (eine Pension in Form von einzelnen Hütten – hier weit verbreitet) den Sonnenuntergang.

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Žeterhend in Žabljak?

Die Nacht verbrachten wir in einem ehemaligen Jagd Haus an einer Schlinge des Tara Flusses, erbaut vom Montenegrinischen Kommunisten Führer und späteren Dissidenten Milovan Djilas, von wo aus Josip Broz Tito mit Genossen Jagd Ausflüge auf Wildschwein und Hirsche unternahmen. Nicht nur Old Shatterhand war hier unterwegs. (Shatterhand würden sie hier übrigens Žeterhend šreiben;-)

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Die Tara Schlucht ist mit 80 km die längste Schlucht Europas und die zweitlängste der Welt.

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20 km fuhren wir sie entlang bis zur Brücke. Beim Kaffee konnten wir die Wagemutigen beobachten, die die Schlucht an der Zipline (angehängt an einem Drahtseil) überquerten.

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Nach ausgiebiger Rast schlängeln wir uns auf Serpentinen 500 hm hinauf nach Žabljak.

Kaffee und Smalltalk

Unser Frühstück ist wieder begleitet vom Rauschen des Baches, ergänzt durch die Bau Fahrzeuge, die die Straße über den Pass ausbauen. Der Sohn unserer Wirtsleute (4 1/2) ist begeistert von dem Treiben.

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Unterwegs erzählt uns der Schweizer auf dem Motorrad, dass unsere gestrige Straße mit den fantastischen Serpentinen vor 6 Jahren auch noch Schotter Piste war.

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Wir treffen etliche Motorräder und fragen uns, wer es anstrengender hat auf dieser Stein- und Schotter Piste.
Am Pass – nach 1.200 Höhenmetern – setzt sich die Wirtin des Kiosks zu uns und fragt uns auf albanisch, ob wir Kinder hätten. Sie hätte vier. Ihre Tochter (7?) sagt uns stolz auf Englisch ihren Namen.

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Ein entgegenkommendes Auto bleibt stehen, der Albaner am Steuer spricht mich an, lässt nach erfolgloser Konversation das Fenster am Rücksitz herunter. Zum Vorschein kommt eine Erscheinung – seine Tochter (17?), die dann (vorerst etwas verlegen) fließend auf englisch übernimmt. Smalltalk der besonders reizenden Art.

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Die restlichen 15 km – wieder asfaltiert – rollen wir aus zu unserem stilvoll in Holz gehaltenen Hotel direkt am See nahe der Stadt Plav (Montenegro). Frisch geduscht genießen wir am Kamin mit offenem Feuer unser wohlverdientes Abendessen.

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Übrigens: der türkische Kaffee heißt hier nicht analog zum griechischen oder bosnischen „albanischer Kaffee“, sondern türkischer Kaffee. Obwohl die Albaner ihren Abwehr Kampf gegen die Türken sehr hoch halten!