Tracks und Statistik

Für die Statistiker unter euch:

km hm
Spanien 1 834 23 100
täglich 59 745
Portugal 750 7 920
täglich 54 566
Gesamt 2 584 31 020
täglich 57 689
Durchschnittliche Geschwindigkeit 14 km/h

Route Lissabon – Santiago (der letzte Abschnitt nach Santiago ist mir leider verloren gegangen)

Route Santiago – Pamplona

Route Pamplona – Manresa/Barcelona (das letzte Stück nach Barcelona ist Grossstadt-Einzugs-Gebiet; nicht so attraktiv; bin ich mit der Bahn gefahren)

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Das Fahrrad wog am Flughafen ca. 18 kg (inkl. Stahlbügelschloss…) und hat während der Reise keinen Gramm angenommen (ich übrigens auch nicht) 😉

Mein Gepäck – aufgeteilt auf die 2 Gepäckträger Taschen – wog 15 Kilo.

Neujahr in Barcelona

Und doch noch einmal!

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Schiach, was?

Ich erwähnte doch, dass hier schon seit Tagen herum geknallt wird. Mein Freund, der Beda Wiki, meinte dazu unter Johann/Namenstag: 24.6. Johannes der Täufer.

Hier heißt er Sant Joan. Und mein Freund, der Gugl, ergänzte, dass an diesem Tag bzw in der Nacht zuvor, das wichtigste Fest der Katalanen gefeiert wird: der Sommerbeginn, die ‚Nit del Foc‘, die Nacht des Feuers!

Tagelang knallten die Kleinen, heute mischten sich zunehmend Jugendliche mit lauteren (und heimtückischeren) Krachern dazu. Und seitdem es dämmerte, gibt es Feuerwerk in der ganzen Stadt! “The sun is seen as a symbol of fertility and wealth and so it must be given strength.“ (Tourist guide Barcelona)

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Ein bisschen näher gezoomt, und die Skyline von Barcelona ist vorstellbar. So habe ich von meinem Flughafen Hotel den quasi Weitwinkel Ausblick auf ein stundenlanges Feuerwerk!

Ein grandioser Abschluss!

Sant Llorenç – Manresa/Barcelona

Roll out, Adéu Pirineus!

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Frühstück im Gast Garten unter Kastanien Bäumen. Der Blick auf die Ausläufer der Pyrenäen. Langsam geht’s Richtung Heimat.

Quasi als Zusammenfassung servierte mir Iberien noch einmal alles: Strahlenden Sonnenschein zum Frühstück,

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drückende Schwüle, einen Stausee, hohe Berge,

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ein paar Tunnels,

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aufziehende Gewitter, ein bisschen Gegenwind, ein bisschen Regen, blühende Felder, …

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Mein braver Drahtesel brachte mich gut bis Manresa, die R5 uns beide nach Barcelona. Drahtesel reiten da übrigens gratis mit.

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So schnuppere ich noch eine Brise Meer Luft in Barcelona. Kolumbus entdeckte einen Kontinent, ich eine Halbinsel.

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Ja, liebe Leserinnen und Leser, damit endet mein Rad Abenteuer!

Ich danke euch, dass ihr mich so lange begleitet habt.

Die vielen, vielen anderen Fotos, die ich gemacht habe, werde ich demnächst aus sortieren und sie angemessen präsentieren!

Besonders bedanken möchte ich mich noch einmal bei Michi für ihre wunderbare Fein Planung!

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Hasta luego
Adeus
Adéu
Agur

Herbert

La Seu d’Urgell – Sant Llorenç

20 Autos, 4 Motorräder, 2 Füchse bis zum 2. Pass. Sonst nur Lauschen aufs Rauschen der Bäche und Wälder, aufs Vogel Gezwitscher.

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Hier knallt es seit Tagen, wie zu Silvester. Straßen Buden und Geschäfte, die Knallkörper verkaufen. Am Sonntag ist St. Joan. Keine Ahnung, warum da geknallt wird.

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66 km, 1.666 hm, mein Höhen Rekord dieser Reise!

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Sant Llorenç, die Sonne lacht, ein Bierchen in Ehren. Danach waren die 25 hm zum Quartier fast nicht mehr zum derpacken…  😉

La Seu d’Urgell/Andorra

Radfreier Tag. Busfahrt nach Andorra. Ein lang lang lang gezogenes Straßen Dorf entlang des Flusses. Links und rechts hoch hinauf die Berge. Dann wird das Tal breiter, die Häuser höher, bis du fast nichts mehr von den Bergen siehst. Du bist in Andorra la Vella, der Hauptstadt Andorras. Eine Bank, ein Shop, ein Hotel, eine Bank, ein Einkaufszentrum, ein Hotel, …

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Dazwischen ein bisschen moderne Skulptur. In den Gässchen links und rechts kleine Plätze mit Bars und Restaurants.

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Weiter geht das Tal bis Frankreich mit ein paar kleinen reizvollen Dörfern.

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Meinen Punkt habe ich jedenfalls gemacht in Michis und meinem internen Wettstreit: nämlich wer mehr Staaten bereist hat.  😉

Morgen geht’s wieder kräftig an die Wadln!

Sort – La Seu d’Urgell

18.6.

Das heftige Gewitter in der Nacht höre ich nicht, weil a) der Fluss laut rauscht und b) ich deswegen meine Ohren Stöpsel drin hatte. Deshalb überrascht es mich nicht, dass es regnet, wie ich beim Fenster raus schaue, sondern dass der Fluss noch reisender geworden ist über Nacht.

Als ich losfahre stehen Schaulustige mit ihren Schirmen am Fluss. Die Straße am Fluss hinauf ist wegen Überflutung gesperrt, die über den Pass ist Ok.

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Der Regen wird immer weniger, die Wolkendecke bleibt aber den ganzen Tag geschlossen.

Nach 10 km bergauf gehe ich auf einen Kaffee in eine Bar. Die Nachrichten im Fernseher zeigen ordentliche Überschwemmungen. Nach einem kurzen Smalltalk über den nassen Frühling, Schnee und Überschwemmungen meint die Frau an der Bar, dass ja schließlich das Jahr 13 sei. Ihre Mutter hingegen ist besorgt, dass ich mich verkühle mit dem verschwitzten T-Shirt und bietet mir eine Zeitung zum drunter ziehen und trocknen an.

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Nach 20 km und 1.000 hm habe ich den Pass endlich erklommen. Ich suche mir ein Plätzchen, wo ich windgeschützt meine mit gebrachte Pizza verzehre.

Für die Talfahrt ziehe ich mir ein trockenes T-Shirt an, beide Westen und die Windjacke drüber. Handschuhe, Stirnband und dann geht’s 20 km bergab.

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In La Seu d’Urgell erwartet mich wieder eine Warmshowers Unterkunft. Ein Pärchen im mittleren Alter. SIE erzählt mir beim Abendessen, dass der letzte Besuch – ein Pärchen aus der Schweiz – eine Woche blieb. Nachdem sie schlechtes Wetter hatten, machten sie aktiv Urlaub und bauten ihr eine Holz Treppe in die Mansarde. Große Vorgaben! Soll ich da wirklich 2 Nächte bleiben?

Sort

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Ich beschloss einen Tag aus zu rasten und fragte beim Frühstück den Wirten, was es für lokale Ausflugs Möglichkeiten gibt. Er schlagt mir vor, in den nächsten Ort zu radeln. Dort gibt es ein berühmtes nationales Schmetterlings Museum. Und zeigt rauf auf den Ort. Direkt gegenüber, nur 150 m höher.

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(Nicht die Kirche! Der Hügel rechts davon!)

Kennt ihr das, wenn sich jede einzelne Muskelfaser dagegen wehrt und das zusammen ein Wahnsinns Konzert ergibt?

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Seine Frau gibt mir später den Tipp, dass es einen Weg den Fluss entlang gibt, nachdem ich ihr erzählt habe, dass ich mir mal einen radfreien Tag gönnen wollte.

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Der Ort ist zwar ein relativ unscheinbarer Durchzugs Ort, hat aber Stil im Detail und offenbar Tradition.

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Im diesem Café beschließe ich den Tag mit einer gazpacho (kalte Gemüse Suppe, als Variante hier haben sie Kirschen mit ein püriert), Ravioli, und als Nachspeise den lokalen Alkohol getränkten “Straussel“ Kuchen.

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¡Buen provecho!

El pont de suert – Sort

Und wieder einmal: ein Stausee!

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Nach dem Pass quatsche ich mit einem Radler, der gerade seine Karte befragt. Ein Engländer, 60, auf 2 Wochen Pyrenäen Tour. Er zeigt mir auf der Karte eine Abkürzung zu der Variante, die ich im Sinn hatte.

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Nachdem die Frau der Bar, wo wir später was trinken gehen, ebenfalls meint: ist kürzer, ohne Tunnels, wenig Verkehr, und außerdem viel, viel schöner, war die Sache schon geritzt! Und wie recht sie hatte!

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Zwar noch einmal 250 hm rauf und runter, aber ein bezauberndes Strässlein an roten Felsen bzw. roter Erde entlang. Und oben mal ein NATÜRLICHER See!

Vom Engländer hatte ich mich zwar unten schon verabschiedet – er war auf der Suche nach einem Camping Platz. Er holt mich aber oben kurz vor dem See ein, der Camping Platz unten war ihm suspekt. So hatten wir noch einmal ein Pläuschchen am See.

Lustige Geschichte: er war Journalist, mehr oder weniger Alters entsorgt, aber noch nicht Pensions berechtigt. Und dann stirbt eine australische Erbtante und hinterlässt überraschend einen Haufen Geld!

Sein Fahrrad: ein über 20 Jahre altes Rennrad, das er schon ein paar mal umgebaut hat und ihm sehr am Herzen liegt.

Auch er bemerkt, dass ich ohne Clips mit meinen Sandalen fahre und empfiehlt mir doch umzusteigen. Vielleicht doch mal Sandalen mit Clips? Jetzt? Nach 28.000 hm?

¡A ver!

Der Fluss hier in Sort fließt ziemlich reißend durchs Tal. Auch nicht ganz in seiner normalen Breite.

Ich hoffe, ich hab heute keine Alpträume…

El pont de suert

Radfreier Tag! Hätte es zumindest  sein können. Aber der Wetterfrosch hat sich wieder geirrt und Sonne beschert.
Nachdem es in Pont keine Spazierwege gibt und den ganzen Tag in Bars herum hängen auch nicht meine Alternativen waren, sattelte ich mein Rad nicht, sondern genoss es mal ohne Gepäck.  😉

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Vorgenommen hatte ich mir die Strecke bis Caldes de Boi – bis zum Thermalbad.

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Dann reizten mich allerdings doch noch die letzten Kilometer in den Nationalpark. Und ich bereute es nicht: Wasserläufe links und rechts und immer wieder die Sicht auf die imposante letzte Staumauer (auf ca. 1.600 hm).

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Am Rückweg machte ich Halt auf ein Häppchen: Schweins Ripperl “de la abuela“, also nach Großmutters Rezept, dazu ein lokaler Cuvet. Nachdem ich als Vorspeise noch Mozzarella mit Tomaten bestellte, machte mir die Chefin den Menü Preis.

Am Abend ging dann nur mehr ein Crêpe: Waldbeeren Marmelade mit Schokolade. Nutella oder schwarze Schokolade. Natürlich die schwarze! Da waren sich der Chef und ich einig!

Der Plaza Mayor: ca. 20 x 20 m, zwei Lokale am Rand unter Arkaden, und am Platz spielen die Kinder Basketball. Ohne ständig Autos ausweichen zu müssen. Wo gibt’s denn so was?

Castejon de Sos – El pont de suert

Heute war Fauli Pauli Tag. 40 km, 700 hm. Mein Vermieter meinte, zwei Stunden. Eh kloar: mit dem Besen!

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Gebraucht habe ich 7 Stunden. Weil es nämlich am Nachmittag nicht wie angesagt, gewittrig wurde, sondern die Sonne erst richtig heraus gekommen ist. Nachdem ich den Pass bezwungen hatte, lockte die blühende Wiese gerade zu zu einem Nickerchen.

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Nach diesem Schild fuhr ich natürlich nicht nach rechts, sondern

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Ostereier suchen:

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Gefunden habe ich Spargel mit Ziegenkäse. Zur Nachspeise in die Crêperia. Man merkt, Frankreich ist nicht weit!