La Couronne – Marseille

Unser letzter Tag im Land der Franzosen. Die Sonne machte uns die Entscheidung leicht – das Meer lockte, uns gegenüber in der Dunst Glocke von Marseille das Chateau d’If.

Dieser Sonnenangriff war allerdings zu viel für unsere zarte Radlerhaut. So konnte nur mehr der Hubschrauber die Rettung bringen –

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in Form von heilender Schokolade.

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Und so nehmen wir Abschied von unseren KollegInnen – den Göttern in Frankreich.

La Grande Mottes – Saintes Maries de la Mer

Kennt ihr das? Du freust dich über eine Fliege? Nämlich dann, wenn du gerade knapp eine Invasion von Moskitos ohne Histamin Spritze überlebt hast? Jetzt weiß ich auch folgenden Hausnamen zu deuten:

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So eine Invasion, wie wir sie jetzt gerade beim Abendessen hatten, überlebst du nämlich nur, wenn du blau bist.  😉

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Die Camargue, an der Mündung der Rhone, bekannt für Lavendel, Pferde, Stiere. Eine Stier Kampf Arena hier in Saintes Maries de la Mer – Spanien ist nicht weit. Hier gibt es auch eine eigene Sprache.

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Übrigens: Monsieur Mistral schwächelt deutlich. Heute hatten wir 25 Grad. Der Monsieur wird uns nicht abgehen.  😉

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La Grande Motte

So ein Frühstück am Strand – herrlich!

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Das haben wir uns auch verdient, nach den gestrigen Aufregungen! Der Tag begann ruhig und friedlich.

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Und er schien uns ein wunderbarer Badetag zu werden.

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Erfrischende Wasser Temperaturen von 15 Grad. Herrlich! Was will man mehr? Einen Kaffee. Natürlich!

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Plötzlich hieß es: eine große Welle wurde gesichtet. Die Bar wurde geschlossen, die Leute hektisch aufgefordert zu gehen. Sie (und wir) machten sich teilweise auf zu ihren Fahrzeugen, teilweise waren sie unentschlossen. Was tun? Aufs Meer – dem Tod ins Auge – sehen?  Wie in den heroischen Ami-Filmen?

Wir beschlossen, unsere Arche in Betrieb zu nehmen.

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(in unserer – da sie aus Beton ist – dürfen ja auch die Holzwürmer mit 😉

Als wir in Sicherheit waren, wurden unser Freund, der Pharao und seine außerirdische Freundin, allerdings nachdenklich. War er aus seinem 4.000 jährigen Schlaf erwacht, sie auf ihrem Flug auf der Erde gelandet, um solchen Gefahren ausgesetzt zu sein?
Sie beschlossen, sich von uns zu verabschieden, um einmal zusammen in Ruhe nachzudenken. (Vielleicht hatten sie auch nur die Schnauze voll von uns und wollten ENDLICH mal alleine sein!) Sie suchten die nächste Pyramide auf und verschwanden.

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So schnell kanns gehen! Schade! Wir werden die beiden vermissen, wir hatten eine lustige Woche gemeinsam!

Marseillan – La Grande Motte

Hatte ich schon erwähnt: einmal Canal, immer Canal? Kaum verließen wir den Canal du Midi und schon fuhren wir den Canal du Rhone entlang.

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Kilometerweise unendliche Weiten! Du beginnst schon von kreisenden  Geiern zu fantasieren.

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Glücklicherweise kommt dort und da ein Versorgungs Schiff vorbei.

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Als wir in La Grande Motte einritten änderte sich der Gesichts Ausdruck unserer Begleiter. Ihr erinnert euch? Der eine entstieg der Pyramide. Wie es schien, übte der Architekt hier mit den Formen:

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Hängende Gärten? Knapp daneben.

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Zu rund?

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Zu konkav?

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Und endlich das richtige! Der Abschied war schwer, sie waren ja doch lustige Begleiter! Aber dieser Pyramide konnten sie doch nicht widerstehen.

Uns bleibt nur mehr Monsieur Mistral.

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Und die Entscheidung: welchen Weg schlagen wir weiter ein?

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Die Entscheidungen des Lebens sind nicht immer einfach…

Fotos wie immer von den Messieurs Fuzzy und Bartl.

Port la Nouvelle – Marseillan

Das Frühstück nahmen wir mit Madame Soleil zu uns. Sie wärmte uns nicht nur das Herz. Danach gesellte sich Monsieur Mistral zu uns und begleitete uns für den Rest des Tages. Ein zwiespältiger Zeit Genosse: einerseits ein lustiger Kerl,

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andererseits ein sehr kompromissloser Trainer!

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So auf Hochtouren gebracht, starteten wir durch.

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Die letzten Kilometer auf dem Canal du Midi.

Ja! Tatsächlich! Der Canal holt dich immer wieder ein. Wir verließen ihn, erklommen die Berge Richtung Meer.

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Und – man glaubt es ja nicht: die Franzosen schaffen es, sogar in einer Lagune einen Canal unterzubringen.

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Letzte Lage Besprechung,

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um unsere Unterkunft nicht zu verfehlen.

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Fotos wie immer von den Messieurs Fuzzy und Bartl.

Lagrasse – Port la Nouvelle

Wir hätten ihm ja ein Bett angeboten, aber er war die Abgeschiedenheit seiner Pyramide so gewohnt, dass er sich in die Flasche zurück zog.

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Im Laufe des Tages bekamen wir noch Zuwachs, zuerst diese reizende Marsianerin:

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Ui, wie er sich da freute! Er machte ihr sofort seine Aufwartung:

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Aber plötzlich stand SIE da. Mitten in den höchsten Bergen, kurz vor dem Pass. Sie schien schon EWIG auf etwas zu warten. Er sah sie, sie sah ihn. Es funkte sofort zwischen den beiden.

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Nach einem ausgedehnten Abendspaziergang – Hand in Hand – feierten wir mit ihnen gemeinsam den glücklichen Tag mit einem fantastischen Abendessen.

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Castelnaudary – Lagrasse

Endlich am Ziel! Wir haben Brüssel erreicht!

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Aber jetzt von vorne. Als wir heute aus unserem Zelt krochen, stand er vor uns wie Phönix aus der Asche.

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Er war zwar stumm wie ein Fisch – kein Wunder nach 4.000 Jahren Tiefschlaf! Aber nachdem er ein lustiger Kerl ist, nahmen wir ihn sofort mit auf unsere Reise.

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Stumm war er, OK, und die Kondi hat er, passt. Aber es hat sich heraus gestellt: nach 4.000 Jahren fasten hat er natürlich Waaahnsinns Kohldampf! 5 Kilometer am Stück – dann ist Picknick angesagt!

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Wer ist er eigentlich? Wir sprachen ihn an mit Pharao. Keine Reaktion. Phönix? Wieder daneben. Phanta? Daraufhin deutete er aufs Cola und nahm gleich eine Flasche mit. Fuzzy? Und er lachte. Komischer Name. Aber was solls.

Kulinarisch – stellte sich heraus – hat er einen ganz eigenen Geschmack.
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Doch alles in allem: ein erlebnisreicher Tag mit unserem neuen Freund. Wir erreichten wohl behalten unser Ziel, den schönsten Ort Frankreichs!
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Übrigens: scheiden tut bekanntlich weh, aber: wir haben den Canal du Midi endgültig verlassen und ein paar Höhenmeter hingelegt Richtung Mittelmeer. Wir können es einfach nicht lassen…

Fotos: © Fuzzy & Berti